Dies sind unsere derzeitigen wünschenswerte Ziele, die wir anstreben:
Verkehr der Stadtbuslinien im ½ Stunden-Takt.
Zu einem attraktiven Angebot im Stadtbusverkehr einer Kreisstadt wie Hameln, die als Mittelzentrum im Innenstadtbereich Behörden, Fachärzte, Einkaufszentren, Banken und zentrumsnah den Bahnhof hat, ist eine ½ -stündliche Bedienung der Ortsteile unerlässlich. Dadurch könnten erheblich mehr Mitbürger den Bus als Fahrmöglichkeit in die Innenstadt / Bahnhof nutzen. Die Wartezeit nach festen Terminen oder z.B. nach der Anreise mit dem Zug auf die nächste Busfahrt würde sich im ungünstigsten Falle auf maximal 30 Minuten verkürzen. Die zurzeit anfallende Wartezeit z.B. nach Zugverspätungen oder Arztbesuchen von bis zu einer Stunde kann nicht als attraktiv angesehen werden. Mit der Verdichtung der Linie 6 auf Halbstundentakt würden Hamelns größten Ortsteile Klein Berkel und Afferde in Verbindung mit den Linien 3 bzw. 5 dann annähernd einen 15 min. Takt erhalten.
Mit Fahrplanwechsel am 09.03.2008 wird die Linie 3 durchgehend bis Tündern habstündlich bedient.
Eine übersichtlichere Gestaltung der Haltestellenaushänge.
Der Fahrplan in den Haltestellen ist gerade bei Haltestellen mit Linienbündelung unübersichtlich. Der Fahrgastbeirat hat einen Vorschlag zur Darstellung der Abfahrzeiten nach Linien mit Anzeige der Haltestellen (Perlenkette) der gesamten Linie gemacht. Ein Hindernis für die Durchsetzung ist das zurzeit benutzte Fahrplanprogramm.
Vereinfachung der Tarife und der Tarifzonen.
Im Landkreis Hameln-Pyrmont bestehen 8 Tarifzonen; alleine in der Stadt Hameln mit ihren Ortsteilen 4 Tarifzonen (incl. Citytarif). Der Fahrgastbeirat hält es für sinnvoll, wenn jede Gemeinde nur aus einer Tarifzone besteht. Das heißt, dass Fahrten innerhalb des Gemeindegebietes (z.B. Stadt Hameln mit Ortsteilen, oder Aerzen mit Ortsteilen) nur noch einer Zone entsprechen. Es ist momentan nicht einzusehen, dass für eine Busfahrt vom Bahnhof zur Hamelner Straße (3 Haltestellen) die zweite Zone gezahlt werden muss, während für eine Fahrt zum Friedhof Wehl (18 Haltestellen) die erste Zone gilt.
Auch für Zeitkarteninhaber wäre eine höhere Flexibilität innerhalb des Gemeindegebietes damit gegeben.
Einführung einer Tageskarte gültig für ein Gemeindegebiet.
Zurzeit gibt es nur eine Tageskarte für das komplette Tarifgebiet des Landkreises Hameln-Pyrmont. Das heißt, dass ein Fahrgast nur eine Tagskarte, die bis zur Zone 7 gültig ist, zu einem entsprechend hohen Preis erwerben kann. Wenn nur Fahrten in der 1. Zone durchgeführt werden sollen, rechnet sich die Karte erst ab 5 Fahrten.
Daher ist eine Tageskarte, gültig für ein Gemeindegebiet, zu einem entsprechenden Preis nötig. Als Anhaltspunkt könnte hier die Freizeitkarte im Stadtgebiet Hameln dienen.
Ausprobieren der neuen Freizeitlinien.
Der neue Fahrplan bietet mit seinen neuen Freizeitlinien (täglich ab ca. 18:00 Uhr, Samstag ganztägig und sonntags ab Mittag) viele neue Möglichkeiten. Seit langer Zeit sind somit auch am Wochenende wieder alle Hamelner Ortsteile an den Busverkehr angebunden, die meisten Ortsteile sogar stündlich.
Mitglieder des Fahrgastbeirates werden das Freizeitnetz ausgiebig testen und Ergebnisse mit den Öffis diskutieren.
Sollten Sie im Bus einem Fahrgastbeiratsmitglied begegnen, sprechen Sie ihn ruhig an und teilen ihm Ihre Meinung und Erfahrungen mit.
Wir sind für jeden Kontakt und Anregungen von Fahrgästen dankbar.
Mitglieder des Fahrgastbeirates definieren ihre Ziele wie folgt:
Joachim Schulz
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. BUND
Natur- und Umweltschutz-Zentrum Hameln
"Im Fahrgastbeirat vertrete ich die Umweltverbände und werde mich dafür einsetzten, die Attraktivität der Öffis noch weiter auszubauen sowie die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung zu steigern. Das kann z.B. durch Gestaltung von Haltestellen oder durch gut verständliche Leitsysteme erreicht werden. Ein gut erkennbarer öffentlicher Nahverkehr wird die Bewohner in Hameln und im Landkreis Hameln Pyrmont ansprechen und dazu motivieren, auf die Busse umzusteigen. Dies ist ein aktiver Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und hilft, den CO2-Ausstoß zu reduzieren!"
Der Fahrgastbeirat ist 1999 ins Leben gerufen worden aus Vertretern von Bus-Interessengruppen und aktiven Fahrgästen, die den öffentlichen Personennahverkehr durch Dialog mit den Unternehmen verbessern wollten, als
Anwalt der Kunden.


